Stadtwerke, Kitas, Kliniken: Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst weiten die Gewerkschaften ihre Warnstreiks aus. Kundgebungen sind in Hanau, Darmstadt und Rüsselsheim geplant. Auch bei der Telekom erhöht Verdi den Druck.

Verdi
Bild © picture-alliance/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis zu Warnstreiks aufgerufen. In Hanau sind städtische Dienststellen betroffen, wie Kindertagesstätten, die Stadtwerke, das Krankenhaus, die Stadtverwaltung oder der Hafen.

In den umliegenden Städten und Gemeinden wie Maintal, Bruchköbel oder Langenselbold sollen hauptsächlich die Gemeindevertretungen bestreikt werden. Die Streikenden sind dazu aufgerufen, am Dienstagmorgen an einer Kundgebung auf dem Hanauer Freiheitsplatz teilzunehmen.

Warnstreiks am Donnerstag in Darmstadt und Rüsselsheim

Tarifkoordinator Jens Ahäuser bemängelte vor den anstehenden Tarifgesprächen fehlende Wertschätzung seitens der Arbeitgeber. "In Zeiten von satten Haushaltsüberschüssen versuchen die Arbeitgeber ganz offensichtlich wieder mal, die Beschäftigten von der Reallohnentwicklung abzuhängen und Verhandlungen taktisch zu verzögern", sagte er. Wer einen guten öffentlichen Dienst wolle, müsse bereit sein, die Beschäftigten fair und gut zu bezahlen.

Am Donnerstag sind Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Südhessen zu Warnstreiks aufgerufen. Verdi kündigte Kundgebungen in Darmstadt und Rüsselsheim an. Zuvor gab es bereits eine größere Demonstration in Frankfurt. Mehr als 600 Angestellte protestierten am vergangenen Freitag mit Konfetti-Kanonen und Trillerpfeifen für höhere Löhne in Krankenhäusern und in anderen Bereichen.

Streik Verdi
Demonstranten in Frankfurt am vergangenen Freitag. Bild © hr

Verdi will mit den Aktionen den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde Mitte April erhöhen. Die Gewerkschaft fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen unter anderem sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Warnstreiks bei der Telekom in Frankfurt und Fulda

Im Vorfeld der dritten Tarifrunde bei der Deutschen Telekom hat Verdi zudem zum ersten ganztägigen Warnstreik am Dienstag aufgerufen. In Fulda sollen die Mitarbeiter des Bereichs Technik und Service die Arbeit niederlegen, in Frankfurt die des Services. Dadurch könne die Erreichbarkeit der Telekom beeinträchtigt seien, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft vom Montag.

Die Verhandlungen für die bundesweit rund 62.000 Angestellten, Auszubildenden und dual Studierenden werden am Mittwoch in Berlin fortgesetzt. Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Vergütungen für Auszubildende und dual Studierende sollen um jeweils 75 Euro angehoben werden.

Sendung: hr-iNFO, 20.03.2018, 05:00 Uhr



У нашей компании важный сайт с информацией про медицинские ванны www.arbud-prom.com.ua