Der lecke Gefahrgutlaster
Aus dem Laster tropfte eine gefährliche Flüssigkeit. Bild © Wiesbaden112.de

Ein Lkw hat am Freitag an der Tank- und Rastanlage Bad Camberg an der A3 Gefahrgut verloren. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Feuerwehr den Rastplatz für mehrere Stunden komplett ab.

Wegen eines undichten Gefahrgut-Transporters ist am Freitag die Tank- und Rastanlage Bad Camberg (Limburg-Weilburg) für mehrere Stunden geräumt worden. Autos und Laster durften nicht mehr auffahren. Erst am späten Nachmittag gab die Feuerwehr das Gelände an der A3 Richtung Köln wieder frei.

Fahrzeuge der Feuerwehr am Einsatzort
Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort. Bild © Wiesbaden112.de

Der Fahrer des Lasters hatte das Leck gegen 11 Uhr selbst entdeckt, als er eine Pause einlegte, sagte ein Polizeisprecher. "Er stellte fest, dass der Gefahrstoff aus dem Container seines Fahrzeugs tropfte." Der Fahrer habe sofort die Feuerwehr alarmiert.

Spezialfahrzeug musste Ladung abpumpen

Die Einsatzkräfte sperrten den Rasthof aus Sicherheitsgründen komplett ab. Sie konnten die Flüssigkeit binden und auffangen, so dass nichts in die Kanalisation gelangte. Allerdings konnte die Feuerwehr das Leck nicht abdichten. Ein Spezialfahrzeug musste anrücken und das Gefahrgut aufwendig umladen.

Der Gefahrgut-Laster aus Belgien hatte laut Polizei rund 22 Tonnen Fettaminethoxylat geladen, das unter anderem in Reinigungsmitteln vorkommt. Insgesamt liefen demnach nur 200 Milliliter der Flüssigkeit aus dem Tank aus. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe nicht bestanden.

Sendung: hr-iNFO, 08.02.2019, 15.00 Uhr