Heftiger Sturm und Regen haben am Samstag und Sonntag in Hessen die Feuerwehren auf Trab gehalten. In Frankfurt stürzte eine Fichte auf ein Wohnhaus, in Nordhessen fielen mehrere Bäume um, Straßen mussten gesperrt werden.

Sturm Frankfurt
Im Frankfurter Gutleutviertel musste die Feuerwehr eine Baustelle sichern. Bild © Feuerwehr Frankfurt

Im Frankfurter Stadtteil Heddernheim kippte am Samstagabend eine etwa 25 Meter hohe Fichte um und landete auf dem Dach eines Wohnhauses. Menschen kamen nicht zu Schaden, wie die Feuerwehr mitteilte. Wegen des starken Windes gestalteten sich die Bergungsarbeiten aber schwierig. Die Feuerwehr räumte zur Sicherheit mehrere Wohnungen, die Bewohner wurden derweil in einem Feuerwehrbus untergebracht oder kamen bei Bekannten unter.

Im Frankfurter Gutleutviertel musste die Feuerwehr ausrücken, um an einer Baustelle Holzteile und Bauplanen zu sichern, die vom Wind weggerissen zu werden drohten.

Die L3011 ist seit Samstagabend zwischen Idstein-Heftrich und dem Abzweig nach Schloßborn in beiden Richtungen gesperrt, da mehrere Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen drohen. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk versuchten am Abend nach Angaben der Polizei Hofheim (Main-Taunus) vergeblich, die Bäume zu entfernen, so dass die Räumung am Morgen fortgesetzt werden musste.

Dächer und Baustellen beschädigt

Im Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen gingen bei der Polizei am frühen Abend mehr als 30 Meldungen wegen Sturmschäden ein. Mehrere Bäume stürzten wegen des starken Windes um und fielen auf Straßen, unter anderem auf der A7 und der A44. Die Auswirkungen hielten sich nach Angaben eines Polizeisprechers aber in Grenzen.

In Baunatal, Kassel und Witzenhausen wurden Dächer beschädigt, und in vier Fällen kam es zu Schäden im Bereich von Baustellen. Alleine im Stadtgebiet von Kassel zählten Polizei und Feuerwehr 10 Einsätze, im südlichen Landkreis waren es 17. Menschen wurden nach Polizeiangaben nicht verletzt.

Auf der A66 bei Neuhof in Osthessen kam es zu einem Unfall mit einem Sportwagen, der möglicherweise auch im Zusammenhang mit dem Sturm entstanden sein könnte.

Auch am Sonntag ist weiter mit heftigem Wind und Regen zu rechnen. Zwar lässt sich zwischendurch auch manchmal die Sonne blicken, es dürfte aber überwiegend ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor "markantem Wetter". Es bestehe die Gefahr schwerer Sturmböen, bei Gewittern seien auch orkanartige Böen möglich.

Sendung: hr-iNFO, 10.3.2019, 6.30 Uhr