Überschwemmte Straße im osthessischen Dipperz
Eine überschwemmte Straße in Dipperz im Kreis Fulda. Bild © picture-alliance/dpa

Rund um Fulda haben schwere Unwetter viele Straßen und Anwesen unter Wasser gesetzt. In Hofbieber nannten Rettungskräfte die Lage hoffnungslos. Mancherorts sind die Bewohner noch immer mit Aufräumen beschäftigt.

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Die Unwetter sind am Donnerstag in einigen Ortschaften in Osthessen wie vom Deutschen Wetterdienst vorhergesagt eingetreten: mit heftigem Starkregen, Hagel und in Folge dessen Überschwemmungen in der Nähe von Bächen und kleinen Flüssen. Einsätze in überfluteten Straßen und Kellern beschäftigten die Feuerwehren rund um Fulda am Abend von Christi Himmelfahrt und mancherorts auch noch am Freitagmorgen.

Gasthof zweimal in fünf Wochen überschwemmt

Nach Angaben der Polizei waren unter anderem Dipperz und die Ortschaften entlang der Strecke zwischen Petersberg und Hofbieber betroffen. Die Verbindungsstraße habe streckenweise unter Wasser gestanden. Mehrere Ortsdurchfahrten seien deshalb gesperrt gewesen. Nach einem Bericht von wurde ein Gasthof in Petersberg zum zweiten Mal binnen fünf Wochen infolge eines Gewitters überschwemmt.

In den Kellern von zwei Bauernhöfen im Rhönort Hofbieber war Öl ausgelaufen, das sich mit dem Regenwasser vermischt hatte. Damit das Grundwasser nicht verunreinigt wird, begannen die Einsatzkräfte damit, das Wasser aufwendig abzupumpen. Diese Arbeiten dauerten am Freitagvormittag an.

Freibad in Hofbieber bleibt geschlossen

Über Hofbieber gingen Wassermassen nieder, wie die Einwohner sie nach eigener Aussage noch nie erlebt haben. Geröllströme fluteten besonders den Ortsteil Kleinsassen. Autos schwammen davon. Der Anwohner Ludwig Weber berichtete, die Flut habe "alles volle Pulle mit sich gerissen". Seine Frau Christa sagte, selbst im Hausinneren sei die Wasserflut zu spüren gewesen: "Da hat alles gewackelt, voll komisch."

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In Dipperz stand die Ortsmitte unter Wasser.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Verschlammte Straßen und über allem ein leichter Dieselgeruch

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Die ganze Nacht über waren Anwohner und mehr als 100 Feuerwehrleute mit Aufräumen beschäftigt. Am Freitagmorgen hatte sich die Lage entspannt, jedoch waren noch etliche Straßen mit Schlamm bedeckt. Das Dorf wird noch eine Weile mit Aufräumen beschäftigt sein. Das örtliche Freibad bleibt nach einer Schlammlawine bis auf Weiteres geschlossen. Von den Behörden hieß es, die für Pfingsten geplante Eröffnung müsse verschoben werden.

Auch in mehreren Orten im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis zogen Wasser- und Schlammmassen nach heftigen Unwettern durch die Straßen. Die meisten Regionen Hessens waren am Feiertag Christi Himmelfahrt von unwetterartigen Regenfällen verschont geblieben.