Bildkombo Regiotram Fahndungsfoto
Die Überwachungskamera im Zug hatte den Täter aufgenommen. Bild © Polizeipräsidium Nordhessen, picture-alliance/dpa

Nach den Messerstichen an Silvester in einer Kasseler Regiotram mit einem Schwerverletzten hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Nach dem Mann war mit Bildern einer Überwachungskamera öffentlich gefahndet worden.

Die Polizei nahm am Dienstag einen Mann fest, der in einer Regiotram in Kassel einen 38-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben soll. Knapp 30 Hinweise aus der Bevölkerung hätten auf die Spur des 23 Jahre alten Tatverdächtigen geführt, . Demnach stamme er aus Afghanistan und wohne "im Bereich Gießen". In Gießen wurde er dann auch festgenommen.

Opfer nicht mehr in Lebensgefahr

Der Mann soll am Silvestertag einem Mitreisenden in der Tram ein Messer in den Oberkörper gestochen haben und an einer Haltestelle geflüchtet sein. Das Opfer wurde in einem Krankenhaus notoperiert und schwebt den Angaben zufolge nicht mehr in Lebensgefahr.

Mithilfe von Bildern einer Überwachungskamera war öffentlich nach dem Täter gefahndet worden. Dies habe zu den zahlreichen Hinweise geführt, so die Polizei. Dabei seien auch Angaben zum Aufenthaltsort des Verdächtigen gewesen. Gegen ihn wurde inzwischen Haftbefehl erlassen, er kam in Untersuchungshaft.

Streit ums Spucken

Dem Angriff war laut Polizei eine verbale Auseinandersetzung vorausgegangen. Wie ein Polizeisprecher sagte, hatte das Opfer den 23-Jährigen aufgefordert, nicht gegen die Zugtür zu spucken. Im Laufe des daraus resultierenden Streits habe der Täter das Messer gezogen.

Sendung: hr-iNFO, 08.01.2019, 15.00 Uhr