Nachthimmel mit Sternschnuppe und Milchstraße. Gegen den Hintergrund hebt sich die Silhouette einer Wiese mit Baum ab.
Haben Sie einen Wunsch? Beim Sternschnuppen-Schauen geht er vielleicht in Erfüllung. Bild © picture-alliance/dpa

Der Sternschnuppen-Strom der Leoniden erreicht am Wochenende seinen Höhepunkt. In Hessen sind die Chancen gut, einen Blick darauf zu erhaschen. Sternenfreunde sollten sich allerdings warm anziehen.

Die ganze Woche können die Hessen schon Sternschnuppen der Leoniden bestaunen, in der Nacht von Samstag auf Sonntag gibt es die meisten zu sehen. Dann erreicht der Sternschnuppen-Strom seinen Höhepunkt. "In Hessen sieht es gut aus. Der Himmel ist in dieser Nacht vielerorts klar", sagt hr-Meteorologe Mark Eisenmann. Lokal könnten allerdings Nebel und Hochnebel die Sicht trüben.

Leoniden weniger aktiv als in den Vorjahren

Ein Wermutstropfen: Experten rechnen mit einer geringeren Aktivität der Leoniden als in den Vorjahren. "Erwartet werden bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde", sagte der Leiter des Potsdamer Urania-Planetariums, Simon Plate. Am besten seien sie in den frühen Morgenstunden in dunkler Umgebung zu sehen. Die Leoniden gehören demnach zu den schnellsten Sternschnuppen - mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Sekunde.

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Leoniden

Die Leoniden sind nach dem Sternbild Löwe (lat.: Leo) benannt. Ihren Ursprung haben die Meteore in der Trümmerwolke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Sobald Bruchstücke des Kometen in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie und werden zu Sternschnuppen.

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Sternschnuppen-Gucker sollten sich auf jeden Fall warm einpacken. Denn die Nächte sind inzwischen recht frostig. Während am Freitag tagsüber bei Temperaturen von 6 bis 11 Grad überwiegend die Sonne scheint, kühlt die Luft in der Nacht zum Samstag auf bis zu -3 Grad ab. Tagsüber herrscht am Samstag ähnliches Wetter, in der Nacht gibt es auch Minusgrade.

Nächste Woche wird es winterlich

In der kommenden Woche wird es dann noch kälter. "Der Winter nimmt in der neuen Woche Anlauf", sagt Eisenmann. Schnee kann bis in die tieferen Ebenen fallen. Bereits am Montag sinken die Temperaturen, am winterlichsten wird es voraussichtlich am Mittwoch.

Für diejenigen, die schon vor dem Wintereinbruch verschnupft das Bett hüten und die Leoniden verpassen: In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember wird das Maximum der Geminiden erwartet, die sogar aktiver sind als die Leoniden. Stündlich könnten dann bis zu 120 Sternschnuppen über den Himmel huschen.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 16.11.2018, 18 Uhr