Aytac Sulu
Lilien-Boss Aytac Sulu (li.) hofft auf eine stressfreie Saison mit dem SV98. Bild © Imago

Jubeln statt zittern: Aytac Sulu möchte mit dem SV Darmstadt 98 nicht noch einmal Abstiegskampf in der 2. Bundesliga erleben. Das Erfolgsrezept des Lilien-Kapitäns ist denkbar einfach: intensives Training.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien-Kapitän Sulu: "Das braucht keiner"

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Bei Aytac Sulu ist das Kribbeln zurück. "Die Vorfreude, wieder auf dem Platz zu stehen, ist auf jeden Fall da", berichtete der Darmstädter Abwehrchef zuletzt gut gelaunt. Selbst die intensiven Einheiten, die auf die südhessischen Zweitliga-Profikicker in den nächsten Wochen warten, können die gute Stimmung des 32-Jährigen nicht trüben. Im Gegenteil, das knackige Programm von Trainer Dirk Schuster ist für Sulu ein zusätzlicher Ansporn. "Wenn wir so eine Saison nicht noch einmal erleben wollen, dann brauchen wir eine harte Vorbereitung - und die haben wir schon", notierte der mahnende Innenverteidiger den Journalisten in die Notizblöcke.

Rund sechs Wochen ist es her, dass der SV98 erst am letzten Spieltag der abgelaufenen Spielzeit durch einen schmeichelhaften 1:0-Erfolg über den Mitkonkurrenten Erzgebirge Aue am heimischen Böllenfalltor den Ligaverbleib sicherte. Diese Zittersaison ging auch Sulu an die Nieren. "Was wir letztes Jahr erlebt haben, braucht keiner in seiner Fußballkarriere." Die zurückliegende Berg- und Talfahrt soll für die Lilien als mahnendes Beispiel herhalten, wie es künftig nicht mehr laufen sollte. "Wir sind gut beraten, das im Hinterkopf zu behalten, was eben passieren kann", konstatierte Sulu.

An starke Rückrunde anknüpfen

So richtet der 32-Jährige seine Blicke wieder nach vorne: "Wir wollen eine sorgenfreie Saison spielen." Die Grundlage dafür legen die Lilien seit Dienstag mit der Wiederaufnahme ihrer Arbeit auf dem Rasen. Zumindest in dieser Kategorie ist der SV98 bereits top: Kein anderer Zweitligist startete früher in die Vorbereitung. Bei allem Eifer gibt es aber noch einige Fragezeichen hinsichtlich des derzeit noch dünn besetzten Kaders. Bislang steht einzig Sebastian Hertner (Aue) als Neuzugang am Böllenfallor fest. Dort sollen möglichst zeitnah noch einige Verstärkungen hinzukommen, andererseits Spieler, mit denen Schuster nicht mehr plant, den Verein verlassen.

Während der Coach am neuen Kader bastelt, hat sich Sulu schon mal Gedanken über die Spielweise gemacht: "Die letzten elf, zwölf Spiele in der Rückrunde waren recht ordentlich. Da hat man die Darmstädter gesehen, die es schon ein paar Jahre gibt." In der neuen Saison wolle man den Weg fortführen. Ergo die wiederentdeckten Tugenden wie Kampf und Leidenschaft in die Waagschale werfen. Gelingen soll dies "mit einer konzentrierten und geschlossenen Leistung", meinte Sulu zur Marschroute. Er wolle eine Mannschaft erleben, "die alles gibt und nach dem Spiel in den Spiegel schauen kann". Dafür gilt es nun die Weichen in der Vorbereitung zu stellen.