Eintracht Test Empoli
Chico Geraldes (re.) gab gegen Empoli sein Debüt im Frankfurter Trikot. Bild © Jan Hübner

Eintracht Frankfurt hat im vorletzten Testspiel der Vorbereitung Züge des Hütter-Fußballs erahnen lassen. Nach starkem Beginn gegen Serie-A-Club FC Empoli machte sich zunehmend die Müdigkeit bemerkbar. Neuzugang Geraldes blieb bei der Niederlage blass.

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Ein Doppelpack von Francesco Caputo hat die 0:2-Niederlage der Eintracht gegen den italienischen Club FC Empoli besiegelt. Der Stürmer überwand Frankfurts Schlussmann Felix Wiedwald in der 37. Minute nach einer Flanke und nach einer guten Stunde vom Elfmeterpunkt (63.). Das Ergebnis war für Eintracht-Trainer Adi Hütter im vorletzten Test der Vorbereitung aber nur Nebensache.

Zufrieden sei er definitiv nicht, sagte der Österreicher und verwies neben dem Ergebnis auf Ballverluste im Spielaufbau und konkret aufs defensive Mittelfeld, "wo unsere Sechser nicht so gut gestanden haben". Gleichwohl habe seine Mannschaft in der Anfangsphase "viele Sachen schon umgesetzt, die ich mir vorstelle".

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Starker Beginn

Die Hessen ließen zumindest bis zur Trinkpause nach einer guten Viertelstunde eine deutliche Handschrift des neuen Trainers erkennen: Auf das Kommando von Lucas Torró hin attackierte Frankfurt in den ersten Minuten extrem bissig und zwang die Italiener so zu einigen Ballverlusten vor dem eigenen Strafraum. Luka Jovic und Mijat Gacinovic (per Freistoß) verpassten die größten Gelegenheiten zur Führung.

In Ballbesitzphasen forcierte die Eintracht das Spiel über die Außenbahnen. Timothy Chandler und Jetro Willems, die im System mit Dreier-Abwehrkette viele Meter machen mussten, brachen so einige Male bis zur Grundlinie durch und fütterten die nachrückenden Spieler mit scharfen Zuspielen. Ein Tor wollte den Frankfurtern jedoch nicht gelingen.

Eintracht Test Empoli
Bissige Neuzugänge: Evan N'Dicka (li.) und Lucas Torró im Kampf um den Ball. Bild © Jan Hübner

Müdigkeit macht sich bemerkbar

Schon früh machte sich die Belastung der vergangenen Tage bemerkbar. Noch am Vormittag hatten die Frankfurter eine Trainingseinheit in Gais absolviert, nachmittags fuhr der Tross dann zum Testspiel ins 15 Kilometer entfernte Reischach. So war es wenig verwunderlich, dass Empoli mit zunehmender Dauer besser ins Spiel kam.

Hütter hätte sich bei hochsommerlichen Temperaturen ein wenig mehr Cleverness seiner Elf gewünscht: "Wir können nicht auf jeden Ball drauflaufen und pressen. Das haben die Spieler heute versucht."

Fortan offenbarten sich auch einige Probleme in der Frankfurter Rückwärtsbewegung. Beim Führungstreffer etwa stand nicht nur Torschütze Caputo mutterseelenallein am langen Pfosten zum Abschluss bereit. In der zweiten Hälfte bewahrte Felix Wiedwald seine Mannschaft zudem mit starken Reflexen mehrere Male vor einem höheren Rückstand. "Zum Glück konnte ich ein paar Bälle halten und mich auszeichnen. Das tut gut", sagte Wiedwald.

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Geraldes noch kein Faktor

Unmittelbar nach dem zweiten Gegentor – N’Dicka hatte den Ball im Liegen mit der Hand gespielt und dadurch einen Strafstoß verursacht – wechselte Hütter bis auf Torhüter Wiedwald einmal komplett durch. Die vermeintliche zweite Garde der Eintracht kam angeführt vom engagierten Marco Fabián, der noch um seinen Platz in der Mannschaft kämpfen muss, zu einigen guten Gelegenheiten.

Chico Geraldes gab gegen den italienischen Erstligisten sein Debüt für die Eintracht. Nach der kollektiv starken Anfangsphase der Hessen blieb der Portugiese im Halbraum hinter der einzigen Spitze Jovic blass. Geraldes hatte tags zuvor bereits eingeräumt, ein wenig Zeit zu benötigen, um sich im Team zurechtzufinden. Bis zum Finale um den Supercup am 12. August hat er dafür noch Zeit.

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So spielte die Eintracht

Wiedwald – Abraham (64. Russ), Hasebe (64. Falette), N’Dicka (64. Beyreuther) – Chandler (64. da Costa), Torró (64. Fernandes), de Guzman (64. Allan), Willems (64. Blum) – Geraldes (64. Fabián), Gacinovic (64. Paciencia) – Jovic (75. Haller)

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