Imago Russ
Munterte sich nach der Niederlage auf: das Team der Frankfurter Eintracht. Bild © Imago

Eintracht Frankfurt hat mit der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg einen Dämpfer hinnehmen müssen. Anschließend schwankte das Team zwischen Selbstkritik und Trotz. Die Stimmen zum Spiel.

Videobeitrag
Adi Hütter in der PK

Video

zum Video Hütter: "Haben schlampig gespielt"

Ende des Videobeitrags

Die Serie der Frankfurter Eintracht ist gerissen - nach elf ungeschlagenen Spielen verlor das Team von Trainer Adi Hütter am Sonntag mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg. Die Treffer für die Gäste erzielten Admir Mehmedi (31.) und Daniel Ginczek (68.). Luka Jovic (87.) besorgte den Anschlusstreffer.

Marco Russ: Die letzten Wochen und Monate waren sensationell. Wir waren elf Spiele ungeschlagen. Aber wir wussten, dass uns eine Niederlage trifft - die heute aber war unnötig. Wir haben schon in der ersten Halbzeit verpasst, das eine oder andere Tor zu machen. Uns hat das Quäntchen Glück, das die letzten Wochen auf unserer Seite war, gefehlt. Wir haben gehofft, die Serie so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Aber das wirft uns nicht um.

Mijat Gacinovic: Wolfsburg hat das sehr gut und uns das Leben schwer gemacht. Wir haben bis zum Schluss gekämpft, um wenigstens einen Punkt zu holen. Leider haben wir das nicht geschafft. Trotzdem haben wir wieder viele Chancen kreiert, aber leider auch viele zugelassen. Im Fußball ist das normal: Manchmal musst du verlieren. Das Gute ist, dass wir bis Berlin genug Zeit haben, um wieder fit zu sein.

Kevin Trapp
Kevin Trapp Bild © Imago

Kevin Trapp: Ich weiß gar nicht, ob wir so viel falsch gemacht haben. Wir haben uns Möglichkeiten herausgespielt. Wir haben viel dafür getan, die eine oder andere 50:50-Situation, die in den vergangenen Wochen reingegangen ist, ging heute nicht rein. Die Wolfsburger haben es gut gemacht, waren aggressiv in den Zweikämpfen. Das war nicht einfach für unsere Stürmer. Dass die Serie reißen würde, war klar. Schade, dass es heute passiert ist. Das ist schon bitter und enttäuschend, weil wir viel Aufwand betrieben haben. Wir haben eine gute Mentalität im Team. Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Wir müssen die Niederlage schnell abhaken.

Jetro Willems: Wir hatten die Chance zum Ausgleich. Es war ein schwieriges Spiel. Natürlich sind wir enttäuscht. Wir wussten, dass so ein Spiel irgendwann kommen wird. Jetzt haben wir eine Woche, um darüber nachzudenken. Für mich ist es wichtig zu spielen, egal ob im Mittelfeld oder auf dem Flügel.

Imago Hasebe
Bild © Imago

Makoto Hasebe: Das ist natürlich schade. Wir hatten viele Chancen, haben sie aber leider nicht genutzt. Wolfsburg hat gut gearbeitet, unsere drei Stürmer haben sich schwer getan. So ist Fußball. Bei den Gegentoren waren wir nach den Ballverlusten nicht organisiert. Wir müssen weiter hart arbeiten.

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): Es ist ein bisschen ungewohnt nach zwei Monaten ohne Niederlage. Und ärgerlich, dass wir diese Niederlage in einem Heimspiel einstecken müssen. Wir haben bis zum Schluss alles versucht. Wir hatten genügend Chancen, haben hinten teilweise viel riskiert. Wenn es funktioniert und wir Tore schießen, sind alle happy. Wenn nicht, dann heißt es, man ist zu verspielt. Wir waren heute nicht so ballsicher und griffig wie in der Vergangenheit. Wolfsburg hat den Kampf angenommen. Ich möchte, dass wir weiter vorne bleiben. Wenn wir bis Anfang Dezember ein Fazit ziehen müssen, fällt das sehr positiv aus.

Videobeitrag
Adi Hütter in der PK

Video

zum Video Hütter: "Zu wenig über die Seiten gespielt"

Ende des Videobeitrags

Bruno Labbadia (VfL Wolfsburg): Wir sind hierher gefahren und wollten die Serie von Frankfurt knacken. Es ist bärenstark, was Frankfurt hier in den letzten Monaten abgeliefert hat. Das ist schon gigantisch, und als Hesse auch schön anzuschauen von außen. Aber wir wollten diejenigen sein, die diesen Lauf unterbrechen. Ich bin froh, dass wir das geschafft haben. 

Weitere Informationen

Berthold im heimspiel!

Ex-Eintracht-Spieler Thomas Berthold ist am Montag ab 23.15 Uhr im heimspiel! des hr-fernsehens zu Gast.

Ende der weiteren Informationen
Imago ginczek
Bild © Imago

Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg): Wir wussten, dass die Eintracht sehr, sehr hoch steht mit ihren drei super Angreifern, was natürlich auch immer sehr gefährlich ist. Wir wollten die Bälle hinter die Abwehr spielen. Das hat ein paar Mal auch gut geklappt, ein paar Mal weniger. Aber wenn du 2:1 in Frankfurt gewinnst, dann hast du nicht so viel falsch gemacht. Ein bisschen Glück gehört dazu, das brauchst du dann bei der Mannschaft der Stunde, und wir waren dann auch am Ende am Limit. Das muss man auch ganz ehrlich sagen.