Die Triathletinnen Ryf und Haug
Anne Haug (l.) tritt erstmals an, Daniela Ryf (r.) ist kaum zu schlagen. Bild © Imago, picture-alliance/dpa

Mit Daniela Ryf kommt die beste Triathletin der Welt zum Ironman Frankfurt. Doch nach einer längeren Pause steht ein Fragezeichen hinter der Schweizerin – genauso wie hinter der hochveranlagten Debütantin Anne Haug.

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Verlieren kennt Daniela Ryf fast nicht. Zwölf Mal ist sie in ihrer Karriere in einem Wettbewerb über die Ironman-Langdistanz angetreten, nur zwei Mal kam sie nicht als Erste ins Ziel. 2014, bei ihrer Hawaii-Premiere wurde sie Zweite, 2016 in Frankfurt musste sie beim Radfahren aufgeben. Es ist eine unglaubliche Bilanz und macht die dreifache Weltmeisterin natürlich zur Topfavoritin bei ihrer Rückkehr auf die Europameisterschaftsstrecke am Main. "Sie ist die haushohe Favoritin", sagt auch Ex-Triathletin und hr-Expertin Nicole Leder. "Sie ist körperlich und mental super stark - und wenn du so eine Erfolgsserie hinter dir hast, stärkt dich das ja auch."

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Ironman Frankfurt live

Der HR überträgt den Ironman Frankfurt am Sonntag, 8. Juli, ab 6.25 Uhr live im hr-fernsehen und im Social TV bei www.readitnow.info.

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Doch im Schatten des Superstars schickt sich auch ein Super-Rookie an, beim Ironman in Frankfurt Eindruck zu hinterlassen: Anne Haug. Kontinuierlich hat die 35-Jährige ihren Wechsel von der olympischen Distanz auf die längeren Strecken vorbereitet, am 8. Juli ist es nun soweit: Langstrecken-Premiere. Mit Laura Philipp hätte sich eigentlich noch eine zweite hoffnungsfrohe Novizin auf die Strecke gewagt, doch eine Verletzung stoppte die Heidelbergerin.

"Den Römer sehen - am besten bei Tageslicht"

Für Haug heißt es dagegen erstmals: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Eine Distanz, die ihr durchaus Respekt einflößt. "Neben der Vorfreude ist eine gewisse Grundpanik auch da. Aber das ist normal bei der ersten Langdistanz", sagte sie in einer Videobotschaft, mit der sie ihren Start in Frankfurt ankündigte. "Mein Ziel ist es, auf jeden Fall den Römer zu sehen. Am besten aufrecht und bei Tageslicht."

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Auch Titelverteidigerin Crowley am Start

Neben Topfavoritin Ryf und Neuling Haug sollte man natürlich auch Sarah Crowley nicht vergessen. Die Australierin kommt als Titelverteidigerin zurück an den Main. Nach ihrem Coup vergangenen Sommer wurde sie in Hawaii zudem Dritte.

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Das ist humorvolles Understatment von Haug, die zwar noch keine Langdistanz in den Knochen hat, aber über die Mitteldistanz bereits ihr Potenzial bewiesen hat. Fünf 70.3-Rennen hat sie seit September absolviert, schlechter als Rang zwei war sie nie platziert. "Anne bringt grundsätzlich alles mit und hat erfahrene Leute um sich", so das Urteil von Expertin Leder. "Ihre Stärke ist das Laufen, daher hoffe ich auf ein spannendes Frauen-Finale." Erst beim Erfolg in Dubai bewies Haug ihre Laufform. Sie knallte nicht nur einen starken Halbmarathon auf die Straße (1:14:11 Stunden), sondern verbesserte auch noch den Streckenrekord. Bis dahin gehalten von? Daniela Ryf!

Ryf mit veränderter Saisonplanung

Die Schweizerin hat im Gegensatz zur aktiven Haug in diesem Jahr eine andere Strategie gewählt. Erst Anfang Juni stieg sie beim Heimrennen in Rapperswil-Jona in die Saison ein – natürlich mit einem Sieg. Zuvor hatte Ryf mehr als ein halbes Jahr pausiert. Die Dominatorin der vergangenen Jahre will sich mehr schonen, neben Frankfurt stünden nur noch Hawaii und eventuell die 70.3-WM in Südafrika auf dem Programm, verriet sie der . Sollte dieser Plan mit der langen Pause nicht aufgehen, könnte es sein, dass ausgerechnet Neuling Haug parat steht, um die Lücke zu füllen.

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