Die Sonne scheint durch ein Blatt im Weinberg.
Die Sonne scheint durch ein Blatt im Weinberg. Bild © picture-alliance/dpa

Kalendarisch hat der Herbst längst begonnen. Das ist dem Sommer egal. Am Wochenende werden es wieder bis zu 27 Grad. Und wer einen Garten hat, weiß, was er zu tun hat.

Sonnenhungrige freuen sich, Kleingärtner und Landwirte leiden weiter: In diesem Jahr nimmt der Sommer und damit die Trockenheit kein Ende. Im Gegenteil: Am Freitag und den darauffolgenden Wochenend-Tagen wird es Meteorologen zufolge bis zu 27 Grad warm, die Sonne strahlt von einem überwiegend wolkenlosen Himmel. "Ab 25 Grad sprechen wir von einem Sommertag", sagt hr-Wetterexperte Ingo Bertram.

So hohe Temperaturen seien für einen Oktober sehr ungewöhnlich - wie das Jahr 2018 überhaupt sehr ungewöhnlich war: Mit bislang 104 Sonnentagen allein in Frankfurt hat es das bisherige Sonnen-Rekordjahr 2003 mit 96 Strahle-Tagen schon im September hinter sich gelassen.

Tiefdruckgebiet am Montag

Zuletzt ergiebig geregnet hat es am 23. September, dem kalendarischen Herbstanfang. Wann endlich wieder mit kühlem Nass von oben zu rechnen ist? Da gehen die Modelle auseinander. "Am Montag erreicht uns ein Tiefdruckgebiet", sagt Bertram. "Ob es sich über Frankreich abregnet oder noch Regen zu uns mitbringt, können wir noch nicht sagen." Keine Entwarnung also für Landwirte, Gärtner oder auch die Rheinschifffahrt.

Auch die Temperaturen können die Experten noch nicht genau vorhersagen: "Klar ist, dass sie von Montag an runtergehen", sagt Bertram. "Ob es nur etwas kühler oder richtig kühl wird, ist noch nicht ganz klar." Dass sich die Wasserspeicher noch in diesem Jahr wieder auffüllen können, sieht Bertram nicht. "Dafür müsste es lang und ergiebig regnen." Und das sei nicht abzusehen.